Gemeinschaftspraxis für Orthopädie und Unfallchirurgie

Sportmedizin

Chirotherapie

D-Arzt

Spezielle Unfallchirurgie

Salinstraße 11

83022 Rosenheim

Der Oberschenkelhalsbruch

Der Obeschenkelhalsbruch

Neben unseren Schwerpunkten in den Bereichen Schulter, Ellenbogen, Knie sowie Fuß- und Sprunggelenken haben wir uns in unserer Praxis in Rosenheim auch auf die Behandlung von Sportverletzungen und die Betreuung von Sportlern ausgerichtet. In einer orthopädischen Praxis wie der unseren übernehmen wir natürlich dennoch die Versorgung aller orthopädischen Beschwerden, Krankheiten und Verletzungen. Auch in einer Stadt wie Rosenheim mit über 60.000 Einwohnern kommt es nahezu täglich zu Unfällen, die die medizinische Kompetenz von Orthopäden erfordern. In dieser kleinen Reihe wollen wir Ihnen einige der häufigen Krankheitsbilder bzw. Verletzungen vorstellen, die in Rosenheim und anderswo den Besuch der orthopädischen Praxis oder einer Klinik erforderlich machen

Der Oberschenkelhalsbruch

Der Oberschenkelhalsbruch kommt zwar beispielsweise durch Verkehrsunfälle auch bei jüngeren Patienten vor, dennoch ist so eine Fraktur leider ein nicht seltenes Vorkommnis im Alter. Als Osteoporose wird die Schwächung der Knochenstruktur durch Kalkmangel bezeichnet, die sich besonders auf die Stabilität des Oberschenkelknochens und damit des Hüftgelenks auswirken kann. Ist diese Stabilität beeinträchtigt reicht manchmal schon ein einfacher Sturz ohne Fremdeinwirkung, um diese ernstzunehmende Verletzung entstehen zu lassen. Der Oberschenkelknochen bildet an seinem Kopf (Hüftkopf) zusammen mit dem Beckenknochen das Hüftgelenk. Bei einer Schenkelhalsfraktur bricht der Knochen direkt vor dem leicht abgewinkelten Übergang des Hüftkopfes in das Becken.

Folgen und Symptome bei einem Oberschenkelhalsbruch

Die betroffenen Patienten leiden dann häufig an starken Schmerzen in der Hüfte, können das Gelenk nicht mehr richtig bewegen oder belasten und sind dementsprechend unfähig zu gehen oder das Bein gestreckt anzuheben. Die Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass jetzt eine schnelle Diagnose vorgenommen und die angemessene Behandlung einsetzen sollte, damit die Patienten möglichst frühzeitig wieder mobilisiert werden können. Je früher die Mobilisierung nach einer erfolgreichen Behandlung einsetzt, desto größer sind die Chancen auf eine zufriedenstellende Genesung.

Diagnose bei einem Oberschenkelhalsbruch

Doch vor jeder Behandlung erfolgt bei uns in der Praxis in Rosenheim zunächst eine gründliche Untersuchung mit einer entsprechenden Diagnose. Das setzt natürlich voraus, dass der Patient die Praxis überhaupt aufsuchen kann. Zunächst besprechen wir die Symptome mit dem Patienten bzw. der Patientin. Dann untersuchen wir den Patienten körperlich und führen eine Röntgenuntersuchung durch. In seltenen Fällen kann eine Computertomographie nötig werden.

Behandlung bei dem Oberschenkelhalsbruch

Ein Oberschenkelhalsbruch kann nur selten konservativ, d.h. ohne Operation behandelt werden. Mit einer Ruhigstellung des Beines kann dann der Knochen möglicherweise wieder zusammenwachsen. Dies ist doch bei älteren Menschen wegen der schlechteren Durchblutung und damit Heilungsfähigkeit der Knochen oft nicht erfolgversprechend. Außerdem darf sich dazu der Bruch nicht verschoben haben, das ist jedoch leider die Regel. Bei den operativen Verfahren unterscheidet man zwischen der sogenannten kopferhaltenden und der endoprothetischen Methode. Bei dem kopferhaltenden Verfahren wird der Bruch korrekt wieder eingerichtet und soll dann z.B. mit Schrauben an Ort und Stelle gehalten werden. Das Zusammenwachsen der Knochenteile erfordert jedoch ebenfalls eine gute Durchblutung und Regenerationsfähigkeit des Patienten. Häufiger kommt es daher zu einem Gelenkersatz, der in der Regel für ältere Patienten auch besser geeignet zu sein scheint. Dabei hängt die Art der Prothese wie auch die Entscheidung für die Art der Operation immer vom Einzelfall ab.

Rehabilitation für einen Oberschenkelhalsbruch

Die durchschnittliche Verweildauer im Krankenhaus liegt nach einer solchen OP bei unter 14 Tagen. Nach dem Verlassen der Klinik sollte baldmöglichst mit der Rehabilitation begonnen werden. Eine längere Bettlägerigkeit kann gerade bei älteren Patienten zu verschiedenen Komplikationen führen, zu denen z.B. die Bildung von Thrombosen ebenso gehört wie ein möglicher Muskelschwund oder eine Lungenentzündung. Eine Krankengymnastik und eine Schmerztherapie kann schon frühzeitig beginnen. Dazu gehören Bewegungsübungen und eine teilweise oder volle Belastung, die sich am Schmerzempfinden des Patienten ausrichtet. Regelmäßige Nachuntersuchungen auch per Röntgen sollen den Heilungsfortschritt sichern. In manchen Fällen erweist sich eine Behandlung der Osteoporose als sinnvolle Begleitmaßnahme.

Wie bei jedem Eingriff dieser Größenordnung und Komplexität kann es auch beim Oberschenkelhalsbruch in manchen Fällen zu späteren Komplikationen kommen. Über all diese Möglichkeiten wird der Patient natürlich vor seiner OP eingehend informiert. Jedoch kommt es nur in wenigen seltenen Fällen dazu, dass die Gehfähigkeit nicht wiedererlangt wird.