Gemeinschaftspraxis für Orthopädie und Unfallchirurgie

Sportmedizin

Chirotherapie

D-Arzt

Spezielle Unfallchirurgie

Salinstraße 11

83022 Rosenheim

Fuß- und Sprunggelenkchirurgie

Fuß und Sprunggelenk bilden zusammen die komplizierteste Region des menschlichen Bewegungsapparats mit den meisten Gelenken in Relation zu deren Anteil am Körpergewicht.

Das obere Sprunggelenk verbindet über das Sprungbein (Talus) die beiden Unterschenkelknochen Schienbein (Tibia) und Wadenbein (Fibula) mit dem Fuß. Das untere Sprunggelenk besteht aus drei separaten Gelenkkammern, welche aus dem Sprungbein (Talus), dem Fersenbein (Kalkaneus), dem Kahnbein (Naviculare) und dem Würfelbein (Cuboid) gebildet werden. Die hintere Gelenkkammer zwischen Sprungbein und Fersenbein wird auch als Subtalargelenk bezeichnet, und die vorderen beiden Gelenkkammern zwischen Sprungbein und Kahnbein auf der Innenseite sowie zwischen Fersenbein und Würfelbein auf der Außenseite werden auch als Chopart-Gelenk zusammengefasst. Kahnbein und Würfelbein bilden zusammen mit den drei Keilbeinen (Cuneiforme mediale, intermedium und laterale) die sogenannte Fußwurzel, welche über das Lisfranc-Gelenk wiederum mit den fünf Mittelfußknochen in Verbindung steht. Die Region der Zehen mit ihren Grundgelenken wird als Vorfuß bezeichnet.

Aufgrund der hohen Belastungen durch das gesamte Körpergewicht hat in dieser Region neben einer ausreichenden Beweglichkeit v.a. die Stabilität eine herausragende Bedeutung für die Funktion.

Sportortho-Fusschirurgie

Daher werden sämtliche Gelenke in dieser Region durch kräftige Bänder stabilisiert. Die zentrale Bedeutung der Stabilität ist ferner auch der Grund dafür, dass in dieser Region wie an keinem anderen Skelettabschnitt die Versteifungsoperationen (Arthrodesen) nach wie vor eine wichtige Rolle spielen. Die wichtigsten Bänder des Sprunggelenks sind die Außenbänder, die Innenbänder und die Bänder zwischen Schien- und Wadenbein auf Höhe des oberen Sprunggelenks (Syndesmose).

Die aktiven Bewegungen werden durch zahlreiche Sehnen ermöglicht, wohingegen sich am Fuß selbst vergleichsweise wenige Muskeln befinden.

Akute Verletzungen können letztlich alle genannten Strukturen betreffen. Zu den häufigsten akuten Verletzungen zählen Knochenbrüche (Frakturen) von Schien- und Wadenbein sowie des Mittelfußknochens, Risse (Rupturen) der Achillessehne und der Außenbänder sowie auch der Syndesmose.

Chronische Verletzungsfolgen sind z.B. Narbenbildungen in Gelenken (Arthrofibrose) oder Fehlstellungen nach Knochenbrüchen. Aufgrund der hohen Gewichtsbelastung wirken sich an Fuß und Sprunggelenk auch bereits geringe Fehlstellungen häufig sehr ungünstig auf die Biomechanik der Gelenke aus, so dass letztlich auch der Gelenkverschleiß (Arthrose) in dieser Region von Bedeutung ist.

Ferner spielen am Fuß die angeborenen und erworbenen Fehlstellungen wie z.B. der Knickfuß, der Senkfuß, der Spreizfuß oder der Plattfuß sowie auch die schiefe Großzehe (Hallux valgus) und die Hammerzehen eine wichtige Rolle im Rahmen der konservativen und operativen Therapie.

Zur zielführenden Diagnostik sind aufgrund des komplizierten Aufbaus von Fuß- und Sprunggelenken neben Röntgenaufnahmen und Ultraschall-Untersuchungen häufig auch die modernen Schnittbildverfahren Magnetresonanztomographie (MRT) und Computertomographie (CT) erforderlich.