Gemeinschaftspraxis für Orthopädie und Unfallchirurgie

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Spezielle Unfallchirurgie

Fuß- und Sprunggelenkchirurgie

Fuß und Sprunggelenk bilden zusammen die komplizierteste Region des menschlichen Bewegungsapparats mit den meisten Gelenken in Relation zu deren Anteil am Körpergewicht. In der Orthopädie und der Unfallchirurgie stellt der Bereich dieser Bereich einen unserer wichtigsten Schwerpunkte dar. Hier finden Sie ein paar generelle Informationen zum Thema.

Das obere Sprunggelenk verbindet über das Sprungbein (Talus) die beiden Unterschenkelknochen Schienbein (Tibia) und Wadenbein (Fibula) mit dem Fuß. Das untere Sprunggelenk besteht aus drei separaten Gelenkkammern, welche aus dem Sprungbein (Talus), dem Fersenbein (Kalkaneus), dem Kahnbein (Naviculare) und dem Würfelbein (Cuboid) gebildet werden. Die hintere Gelenkkammer zwischen Sprungbein und Fersenbein wird auch als Subtalargelenk bezeichnet, und die vorderen beiden Gelenkkammern zwischen Sprungbein und Kahnbein auf der Innenseite sowie zwischen Fersenbein und Würfelbein auf der Außenseite werden auch als Chopart-Gelenk zusammengefasst. Kahnbein und Würfelbein bilden zusammen mit den drei Keilbeinen (Cuneiforme mediale, intermedium und laterale) die sogenannte Fußwurzel, welche über das Lisfranc-Gelenk wiederum mit den fünf Mittelfußknochen in Verbindung steht. Die Region der Zehen mit ihren Grundgelenken wird als Vorfuß bezeichnet.

Aufgrund der hohen Belastungen durch das gesamte Körpergewicht hat in dieser Region neben einer ausreichenden Beweglichkeit v.a. die Stabilität eine herausragende Bedeutung für die einwandfreie Funktion. Hingegen drücken sich nahezu alle Fehlfunktionen durch Verletzungen (Brüche), Fehlstellungen (Hallux Valgus) oder Verschleiß (Arthrose) durch erhebliche Beeinträchtigungen für die Patienten aus.

Sportortho-Fusschirurgie

Daher werden sämtliche Gelenke in dieser Region durch kräftige Bänder stabilisiert. Die zentrale Bedeutung der Stabilität ist ferner auch der Grund dafür, dass beim Fuß- und Sprunggelenk wie an keinem anderen Skelettabschnitt die Versteifungsoperationen (Arthrodesen) nach wie vor eine wichtige Rolle spielen. Die wichtigsten Bänder des Sprunggelenks sind die Außenbänder, die Innenbänder und die Bänder zwischen Schien- und Wadenbein auf Höhe des oberen Sprunggelenks (Syndesmose).

Die aktiven Bewegungen werden durch zahlreiche Sehnen ermöglicht, wohingegen sich am Fuß selbst vergleichsweise wenige Muskeln befinden.

Akute Verletzungen können letztlich alle genannten Strukturen betreffen. Zu den häufigsten akuten Verletzungen zählen Knochenbrüche (Frakturen) von Schien- und Wadenbein sowie des Mittelfußknochens, Risse (Rupturen) der Achillessehne und der Außenbänder sowie auch der Syndesmose. Je nach Art und Schwere der Verletzung nehmen wir auch die nötigen operativen Maßnahmen in der Fuß-und Sprunggelenkchirurgie im Rahmen der generellen Unfallchirurgie vor.

Chronische Verletzungsfolgen für Patienten sind z.B. Narbenbildungen in Gelenken (Arthrofibrose) oder Fehlstellungen nach Knochenbrüchen. Aufgrund der hohen Gewichtsbelastung wirken sich an Fuß und Sprunggelenk auch bereits geringe Fehlstellungen häufig sehr ungünstig auf die Biomechanik der Gelenke aus, so dass letztlich auch der Gelenkverschleiß (Arthrose) in dieser Region von Bedeutung ist. Hier ist ein möglichst früher Beginn der Therapie von Bedeutung.

Ferner spielen am Fuß für viele Patienten die angeborenen und erworbenen Fehlstellungen wie z.B. der Knickfuß, der Senkfuß, der Spreizfuß oder der Plattfuß sowie auch die schiefe Großzehe (Hallux valgus) und die Hammerzehen eine wichtige Rolle im Rahmen der konservativen und operativen Therapie.

Zur zielführenden Diagnostik bei unseren Patienten sind aufgrund des komplizierten Aufbaus von Fuß- und Sprunggelenken neben Röntgenaufnahmen und Ultraschall-Untersuchungen häufig auch die modernen Schnittbildverfahren Magnetresonanztomographie (MRT) und Computertomographie (CT) erforderlich. Selbstverständlich prüfen wir bei der Behandlung in der Orthopädie immer erst alle Möglichkeiten, den Patienten eine konservative Behandlung zukommen zu lassen, bevor wir operative Maßnahmen aus der Fußchirurgie und Sprunggelenkchirurgie in der Klinik in Betracht ziehen.

Behandlungs-Spektrum im Bereich Fuß und Sprunggelenk

Falls Sie sich mit Beschwerden und Problemen im Bereich Fuß und Sprunggelenk plagen müssen, können wir als Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie auf vielfältige Weise aktiv werden. Das betrifft neben den akuten Verletzungen mit ihren teils chronischen Folgen natürlich auch die häufig vorkommenden Beschwerden bei Fehlstellungen wie dem Hallux Valgus oder dem Gelenkverschleiß zum Beispiel bei Arthrose. Bevor wir allerdings zur Fuß- und Sprunggelenkchirurgie in der Klinik schreiten, sind in vielen Fällen andere Formen der Behandlung z.B. mit der Physiotherapie erfolgversprechend. Informieren Sie sich im Kontakt mit uns über die verschiedenen Ansätze und Behandlungsmöglichkeiten aus der Orthopädie, die wir Ihnen für genau Ihre Situation anbieten können. In einem Gespräch nach der Untersuchung und Diagnose informieren unsere Ärzte Sie über die bestmögliche Therapie. Nehmen Sie bitte einfach für weitere Informationen Kontakt zu uns auf, das Team wird Ihnen gerne einen Termin bei einem unserer Ärzte nennen.

Unterschiede zwischen der Fußchirurgie und der Sprunggelenkchirurgie

In der Orthopädie wird zwischen beiden Formen der Chirurgie in der Klinik unterschieden, da sich im Laufe der Entwicklung unterschiedliche Schwerpunkte herausgebildet haben. Die Fußchirurgie in der Orthopädie beschäftigt sich hauptsächlich mit der operativen Behandlung von Vorfußdeformitäten, wie dem Hallux Rigidus oder den Hammerzehen. Dabei sind in der Klinik Eingriffe grundsätzlich verschiedener Art möglich. Die Sprunggelenkchirurgie in der Klinik umfasst wegen der Komplexität des gesamten Bereiches ein wesentlich größeres Feld mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Maßnahmen in der Orthopädie. Die Begriffe Fußchirurgie und Sprunggelenkchirurgie werden jedoch schon wegen des fließenden Übergangs zwischen den Behandlungsansätzen in der Klinik meist zu einem Doppelbegriff zusammengezogen.