Gemeinschaftspraxis für Orthopädie und Unfallchirurgie

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Spezielle Unfallchirurgie

Impingementsyndrom Schulter

Grundsätzlich lassen sich zwei Formen des Impingement in der Schulter unterscheiden. Das klassische Impingement betrifft das Schulterdach und den Schleimbeutel. Davon abzugrenzen sind Impingement-Formen, die den Innenraum im Schultergelenk betreffen. Diese sind sehr speziell und betreffen in der Regel nur Überkopfsportler. Hier soll das klassische Impingement-Syndrom der Schulter, also die Enge unter dem Schulterdach, besprochen werden.

Anatomie

Die Muskeln und Sehnen der Rotatorenmanschette umschließen den Oberarmkopf eng. Damit die Rotatorenmanschette störungsfrei unter dem Schulterdach gleiten kann, existiert dazwischen ein sehr großer Schleimbeutel. Dieser setzt sich aus drei verschiedenen Anteilen zusammen. Als Auslöser des Impingements können sowohl Veränderungen des Schulterdachs als auch Veränderungen der Rotatorenmanschette oder des Schleimbeutels selbst zu Beschwerden bzw. Schmerzen führen. So kann u.a. eine Ursache auch darin bestehen, dass sich bei jahrelanger Schreibtischtätigkeit und den dabei angewinkelt aufgestützten Armen die Position des Oberarmknochens verändert. Wenn der Oberarmknochen bei bestimmten Bewegungen gegen das Schulterdach drückt, können ebenfalls die im Folgenden beschriebenen Symptome entstehen.

Symptomatik

Beim Impingement Syndrom treten Schmerzen auf, deren Ursache meist das Einklemmen von Sehnen und oder Schleimbeutel ist. Die Enge unter dem Dach der Schulter führt dazu, dass Muskeln, Sehnen und/oder Schleimbeutel gegen den dort befindlichen Knochensporn gedrückt werden. Im weiteren Verlauf kann es zu einer endgradigen Bewegungsstörung und Einschränkung der Beweglichkeit der Schulter kommen. Aber als Symptome können auch Belastungsschmerzen und Schmerzen bei bestimmten Bewegungen der Schulter auftreten.

Diagnostik

Anamnese (Geräusch und Schmerz, besonders Nachtschmerz), klinischer Befund (Schmerzen bei bestimmten Bewegungen, Kraft-Abschwächung), Sonographie (Ultraschall) und ggf. Röntgen. Ein Kernspin ist bei anhaltenden Beschwerden im Schultergelenk trotz Therapie sinnvoll. Im Ultraschall können Veränderungen der Rotatorenmanschette wie Riss oder Kalkeinlagerungen diagnostiziert werden. Im Röntgenbild der Schulter können knöcherne Veränderungen des Schulterdachs, des Schultereckgelenks oder am Schultergelenk selbst diagnostiziert werden.

Lokalisation

Schulterdach, Schleimbeutel, Rotatorenmanschette.

Ausprägung

Diese ist sehr unterschiedlich stark, aber gerade die quälenden nächtlichen Schmerzen der Patienten führen zum Arztbesuch.

Therapie

Die angemessene Behandlung der Patienten hängt von der Intensität und der Dauer der Beschwerden ab. Zunächst ist eine gute Diagnostik mit klinischer Untersuchung und einer Sonographie (Ultraschall) erforderlich. Wenn sich hier keine nachhaltigen Veränderungen ergeben, sollte für das Impingement-Syndrom der Schulter zunächst eine konservative Therapie mit Physiotherapie, Spritzen und Tabletten je nach Ausprägung durchgeführt werden.

Führt diese Behandlung dauerhaft nicht zum Erfolg, kann zur weiteren Therapie eine Operation notwendig werden. Es wird dann eine Arthroskopie (Gelenkspiegelung) durchgeführt. Der Schultergelenksraum wird auf Veränderungen inspiziert. Das operative Vorgehen richtet sich nach den gefundenen Veränderungen. Welche Therapie für das Impingement-Syndrom der Schulter die sinnvollste ist, ist eine individuelle Entscheidung!

Nachbehandlung

Bei konservativer Therapie sollten besonders Überkopf-Belastungen, aber auch andere auslösende Faktoren unterbleiben. Bei einer operativen Therapie ist in der Regel keine Ruhigstellung erforderlich. Kurzfristige Tabletteneinnahme und intensive Physiotherapie sind anschließend zur Mobilisation und Wiederherstellung der Beweglichkeit erforderlich. Dies dient besonders auch dazu, eine postoperative Schultersteife zu verhindern. Nach vier bis sechs Wochen darf die Schulter wieder zunehmend belastet werden.

Ergebnisse

Die Ergebnisse für die konservative Therapie beim Impingement-Syndrom der Schulter sind im Allgemeinen sehr gut. Nur bei andauernden Beschwerden und Schmerzen durch ein Versagen der konservativen Behandlung ist eine Operation sinnvoll, die dann auch zu guten Ergebnissen führt.