Gemeinschaftspraxis für Orthopädie und Unfallchirurgie

Sportmedizin

Chirotherapie

D-Arzt

Spezielle Unfallchirurgie

Salinstraße 11

D-83022 Rosenheim

Impingement

Grundsätzlich lassen sich 2 Formen des Impingement unterscheiden. Das klassische Impingement betrifft das Schulterdach und den Schleimbeutel. Davon abzugrenzen sind Impingementformen, die den Innenraum des Schultergelenks betreffen. Diese sind sehr speziell und betreffen in der Regel nur Überkopfsportler. Hier soll das klassische Impingement, eine Enge unter dem Schulterdach, besprochen werden.

Anatomie

Die Muskeln und Sehnen der Rotatorenmanschette umschließen den Oberarmkopf eng. Damit die Rotatorenmanschette störungsfrei unter dem Schulterdach gleiten kann, existiert dazwischen ein sehr großer Schleimbeutel. Dieser setzt sich aus 3 verschiedenen Anteilen zusammen. Sowohl Veränderungen des Schulterdachs als auch Veränderungen der Rotatorenmanschette oder des Schleimbeutels selbst können zu Beschwerden führen.

Symptomatik

Es treten Schmerzen auf, besonders nachts, und es kann zu einer endgradigen Bewegungsstörung der Schulter kommen. Aber auch Belastungsschmerzen und Schmerzen bei bestimmten Bewegungen können auftreten.

Diagnostik

Anamnese (Geräusch und Schmerz, besonders Nachtschmerz), klinischer Befund (Schmerzen bei bestimmten Bewegungen, Kraftabschwächung), Sonographie (Ultraschall) und ggf. Röntgen. Ein Kernspin ist bei anhaltenden Beschwerden trotz Therapie sinnvoll. Im Ultraschall können Veränderungen der Rotatorenmanschette wie Riss oder Kalkeinlagerungen diagnostiziert werden. Im Röntgenbild können knöcherne Veränderungen des Schulterdachs, des Schultereckgelenks, oder des Schultergelenks selbst diagnostiziert werden.

Lokalisation

Schulterdach, Schleimbeutel, Rotatorenmanschette.

Ausprägung

Diese ist sehr unterschiedlich stark, aber gerade der quälende Nachtschmerz führt zum Arztbesuch.

Therapie

Die Therapie hängt von der Intensität und der Dauer der Beschwerden ab. Zunächst ist eine gute Diagnostik mit klinischer Untersuchung und einer Sonographie (Ultraschall) erforderlich. Wenn sich hier keine nachhaltigen Veränderungen ergeben, sollte zunächst eine konservative Therapie mit Physiotherapie, Spritzen und Tabletten je nach Ausprägung durchgeführt werden. Führen diese Maßnahmen dauerhaft nicht zum Erfolg, kann eine operative Therapie notwendig werden. Es wird dann eine Arthroskopie (Gelenkspiegelung) durchgeführt. Der Schultergelenksraum wird auf Veränderungen inspiziert. Das operative Vorgehen richtet sich nach den gefundenen Veränderungen. Welche Therapie die sinnvollste ist, ist eine individuelle Entscheidung!

Nachbehandlung

Bei konservativer Therapie sollten besonders Überkopfbelastungen, aber auch andere auslösende Faktoren unterbleiben. Bei einer operativen Therapie ist in der Regel keine Ruhigstellung erforderlich. Kurzfristige Tabletteneinnahme und intensive Physiotherapie sind anschließend zur Mobilisation erforderlich. Dies dient besonders auch dazu, eine postoperative Schultersteife zu verhindern. Nach 4-6 Wochen darf die Schulter wieder zunehmend belastet werden.

Ergebnisse

Die Ergebnisse der konservativen Therapie sind sehr gut. Nur bei andauernden Beschwerden und Versagen der konservativen Therapie ist eine operative Therapie sinnvoll, die dann auch zu guten Ergebnissen führt.