Gemeinschaftspraxis für Orthopädie und Unfallchirurgie

Sportmedizin

Chirotherapie

D-Arzt

Spezielle Unfallchirurgie

Salinstraße 11

83022 Rosenheim

Allgemeine Infos zu Corona

Sehr geehrte Patientinnen und Patienten,

der Ausbruch der Corona-Pandemie stellt für alle von uns eine große Herausforderung dar – sowohl im beruflichen wie auch im privaten Umfeld. Als Mitglieder des Gesundheitswesens sind wir gegenwärtig großen Belastungen ausgesetzt und tragen ein erhöhtes Risiko, selbst infiziert zu werden, aber auch eine besondere Verantwortung. Der Schutz unserer Patienten und Mitarbeiter hat dabei oberste Priorität.

Wir vom Team SportOrtho Rosenheim befürworten diese Schutzmaßnahme ausdrücklich und möchten unseren Beitrag zum besseren Verständnis der bislang durchaus missverständlich geführten Diskussion zur Wirksamkeit von Gesichtsmasken leisten, da wir täglich eine große Verunsicherung bei unseren Patienten und auch in unserem privaten Umfeld registrieren.

Seit 22. April gilt in Stadt und Landkreis Rosenheim bis auf Weiteres eine Maskenpflicht für Kunden und Personal in Geschäften, Einkaufszentren und Kaufhäusern sowie in Bussen und Bahnen des öffentlichen Nahverkehrs. Die Behörden machten von einer Ermächtigung Gebrauch, die Ministerpräsident Markus Söder (CSU) für Corona-Hotspots angekündigt hat.

Die Maskenpflicht in Geschäften und in Bussen und Bahnen gilt für Kinder ab ihrem sechsten Geburtstag. 

In Arztpraxen gibt es zwar keine Maskenpflicht, aber Dr. Fritz Ihler, Allgemeinmediziner und aktuell Versorgungsarzt des Landkreises Rosenheim empfiehlt aber dringend, auch in Arztpraxen einen Mundschutz zu tragen:

„Wir appellieren an die Patienten mit Maske zu kommen, sie ist in den Arztpraxen genauso wichtig, wie in den Geschäften und im ÖPNV“. 

Selbstverständlich ist es vollkommen richtig, daß nur hochwertige Atemschutzmasken wie die FFP-3-Masken den Träger selbst ausreichend sicher vor einer Infektion schützen können. Und folglich ist es auch richtig, daß einfachere Gesichtsmasken, wie z.B. OP-Masken, selbstgenähte Masken oder einfache Halstücher, diesen Eigenschutz nicht sicher gewährleisten können und daher in erster Linie dazu dienen, daß deren Träger ihre Viren nicht so leicht an andere Personen weitergeben können.

Dabei sollte man bedenken, daß wir leider überhaupt nicht wissen können, wer von uns aktuell auch ohne jegliches Krankheitsanzeichen wirklich gesund oder doch potentiell infektiös ist. Selbst ein negativer Test ist immer nur eine Momentaufnahme. Zudem hat eine aktuelle Studie im renommierten medizinischen Fachjournal JAMA gezeigt, daß die üblicherweise durchgeführten Rachenabstriche in zwei Drittel der Fälle ein falsch negatives Ergebnis liefern können. Daher sollte man davon ausgehen, daß grundsätzlich jeder von uns potentiell infektiös sein kann und daher auch seine Mitmenschen durch das Tragen einer Gesichtsmaske vor einer potentiellen Übertragung von Viren schützen sollte.

Mit einer Alltags-Maske soll die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Coronavirus in der Bevölkerung verlangsamt werden. Dabei geht es primär nicht um den eigenen Schutz, sondern darum, andere Menschen zu schützen.

Wobei man durch die Vorsichtsmaßnahmen der anderen auch selbst profitieren kann. Alltags-Masken schützen vor allem die Umstehenden vor den festen oder flüssigen Partikeln, die der Maskenträger beim Husten, Niesen oder Sprechen ausstößt.

Aber Vorsicht: Die Masken bieten keinen vollständigen Eigen- oder Fremdschutz. Trotz Maske hat die Abstandsregelung (mindestens 1,5 Meter) zu anderen Personen Priorität. Außerdem müssen Husten- und Niesetikette sowie die Händehygiene weiter eingehalten werden.

Bei den Masken der Zivilbevölkerung geht es um Alltags-Masken. Das sind Masken, die aus handelsüblichen Stoffen genäht werden können.

Der Stoff für Alltags-Masken sollte laut dem bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege möglichst dicht sein und aus 100 Prozent Baumwolle bestehen. Was andere Materialien angeht, beruft sich das Ministerium auf das Robert-Koch-Institut:

„Laut RKI entsprechen kommerziell und privat hergestellte Mund-Nasen-Bedeckungen aus handelsüblichen, eng gewebten Baumwollstoffen in ihrer Funktionsweise am ehesten einem Mund-Nasen-Schutz.

Folgende Maßnahmen sollten beachtet werden:

Wenn man die Maske anzieht, sollte man darauf achten, dass die Innenseite nicht berührt oder verunreinigt wird. Vor dem Anlegen der Maske sollte man sich also die Hände gründlich mit Seife waschen. Die Alltags-Maske muss richtig über Mund, Nase und Wangen platziert sein und an den Rändern möglichst eng anliegen.

Während man die Maske trägt, sollte man nicht daran herumnesteln und die Hände – wie auch ohne Maske – nicht ins Gesicht bringen. Außerdem sollte die Maske nicht um den Hals getragen werden.

Sobald die Maske durch den Atem, Schweiß oder durch sonstige Gründe feucht geworden ist, muss sie gewechselt und durch eine frische Maske ersetzt werden. Länger als drei bis vier Stunden sollte man eine Maske nicht tragen. Danach sollte man sie durch eine frische ersetzen. Beim Ablegen sollte man die Außenseite nicht berühren, da sich dort Erreger befinden könnten.

Nach dem Abnehmen sollten die Masken trocken an der Luft aufbewahrt (nicht in geschlossenen Behältern!) und zwischengelagert werden, so dass Kontaminationen der Innenseite der Alltags-Maske, aber auch Verschleppungen auf andere Oberflächen vermieden werden. Eine Aufbewahrung gebrauchter Masken sollte nur über möglichst kurze Zeit erfolgen, um Bakterienaufwuchs und Schimmelbildung zu vermeiden.

Die gebrauchte Maske/der gebrauchte MNS sollte eindeutig einer Person zuzuordnen sein, um ein Tragen durch andere Personen auszuschließen (z.B. Markieren der Masken am Halteband)

Beim erneuten Anziehen des MNS/der Maske ist darauf zu achten, dass eine Verschleppung der Erreger von der kontaminierten Außenfläche auf die Innenfläche verhindert wird. Das Berühren der Innenseite (des Filtervlieses) ist daher zu vermeiden

Optimal ist es laut Bayerischem Gesundheitsministerium, textile Alltags-Masken sofort nach Gebrauch bei 90-95°C unter Zugabe von ausreichend Waschmittel zu waschen. Nach dem Waschen sollten die Masken vollständig trockenen. Ein anschließendes zusätzliches Bügeln bei mindestens 165°C (höchste Stufe) trägt ebenfalls zur Desinfektion bei, bevor Sie die Maske erneut verwenden. Im Handel erhältliche Masken aus Papier sind Einwegartikel und können nicht gewaschen werden.

Allgemeine Infos zu Corona

Der Einsatz von wiederverwendbaren Atemschutzmasken mit austauschbaren Partikelfiltern ist eine weitere Alternative zum Ressourcenschutz.  (Quelle: RKI, BR24, KBV)

Dabei muss ausdrücklich betont werden, dass das Tragen von Gesichtsmasken selbstverständlich keine Alternative für die bisherigen Schutzmaßnahmen (Abstandsregel, Hygiene) ist, sondern lediglich eine sinnvolle Ergänzung.

Wir stehen in engem Kontakt mit den zuständigen Behörden, die im Moment täglich wechselnden, situationsbedingten Richtlinien unterliegen.

Als Praxisleitung haben wir unseren vollen Fokus darauf gerichtet, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um die medizinische Versorgung aufrecht zu erhalten und die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

Wir appellieren an Sie, private Kontakte auf ein absolutes Mindestmaß zu reduzieren und Anzeichen einer Erkrankung verantwortungsvoll damit umzugehen.

Die Notwendigkeit, strikte Sicherheits- und Hygienemaßnahmen einzuhalten, ist selbstverständlich, kann aber nicht oft genug betont werden.

Sie sollten die generellen Hygieneempfehlungen beachten:

  • Regelmäßig gründlich Hände mit Seife waschen
  • Husten- und Niesetikette einhalten (in die Ellenbeuge)
  • Hände aus dem Gesicht fernhalten
  • Nutzen Sie unseren kontaktlosen Desinfektionsmittelspender!

Versuchen Sie Abstand am Empfang, im Wartezimmer und zu anderen zu halten. Empfohlen sind 2 Meter.

Meiden Sie bitte enge Sozialkontakte, z.B. Händeschütteln oder Umarmungen.

Nur mit Hilfe solcher Maßnahmen können wir zu einer Unterbrechung von Infektionsketten wirksam beitragen.

Bleiben Sie gesund! Wir danken für Ihr Verständnis!

Ihr Team von SportOrtho Rosenheim

 

Bitte informieren Sie sich nur aus autorisierten, offiziellen Quellen:

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html

https://www.bundesregierung.de/breg-de

www.bzga.de

https://www.stmgp.bayern.de

 

 

Laut RKI ist ein Kontakt beispielsweise gegeben, wenn kumulativ mindestens 15 Minuten Gesichtskontakt („face-to-face“), z.B. im Rahmen eines Gesprächs, bestand oder es zu direktem Kontakt zu Sekreten oder Körperflüssigkeiten kam (Anhusten, Anniesen, Küssen). Weitere Beispielkonstellationen finden Sie auf der Seite des RKIs. Nur mittelbare Kontakte (also Kontakt mit einer Person, die Kontakt mit einem Rückkehrer aus einem Risikogebiet hatte, usw.) stellen keinen „Kontakt“ im Sinne der obigen Maßgaben dar. In Zweifelsfällen wenden Sie sich bitte an den ärztlichen Dienst. Weiterhin gilt auch hier, sich bei Verdacht auf eine COVID-19-Erkrankung umgehend telefonisch mit einem Arzt bzw. einer Ärztin oder dem kassenärztlichen Bereitschaftsdienst (unter der Tel.: 116117) in Verbindung zu setzen und das weitere Vorgehen zu besprechen.