Gemeinschaftspraxis für Orthopädie und Unfallchirurgie

Sportmedizin

Chirotherapie

D-Arzt

Spezielle Unfallchirurgie

Salinstraße 11

83022 Rosenheim

Arthrose des Kniegelenks

Die Knochen in jedem Gelenk sind von einer Knorpelschicht überzogen. Der Gelenkknorpel besteht aus hyalinem Knorpel. Wie jedes Gewebe im Körper unterliegt der Knorpel einem natürlichen Alterungsprozess, außerdem hat jeder Mensch eine unterschiedliche Knorpelqualität.

Sport- / Verletzungen können ebenfalls zu einer direkten oder indirekten Schädigung von Knorpelanteilen beitragen. Die zunehmende Abnutzung des Gelenkknorpels kompensiert der Körper durch Verbreiterung der Gelenkflächen. Wenn Zeichen der Gelenkspaltreduzierung und des Knochenanbaus auf Röntgenbildern sichtbar werden, spricht man von einer Arthrose.

Kniegelenkersatz (Knie-TEP)

Der künstliche Ersatz des Kniegelenks ist mittlerweile zu einem der häufigsten Eingriffe in der Orthopädie geworden. Schonende Zugangswege, neue OP-Verfahren und modernes Knie-Endoprothesen-Design ermöglichen einen kurzen stationären Aufenthalt und schnelle Erholung. Meistens wird ein sogenannter Oberflächenersatz eingesetzt. Hierbei werden die abgenutzten Knorpeloberflächen möglichst unter Erhalt der patienteneigenen Kniebandstrukturen ersetzt.
In der Regel wird ein vollständiger Oberflächenersatz, auch als Knie-Totalendoprothese (K-TEP) bezeichnet, implantiert.

Man kann aber auch nur Teilbereiche des Knies mit einseitigen Endoprothesen, sogenannte Monoschlitten oder unicondyläre Schlitten (Schlittenprothese) bzw. einem patellofemoralen Gelenkersatz versorgen.

Bei Revisionen werden achsgeführte Endoprothesen mit langen Stielen verwendet.
Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Prothesen, die sich bezüglich Material, Beschichtung, Oberflächenstruktur, Form, Erhalt oder Ersatz des hinteren Kreuzbands unterscheiden.

Die Prothesen können mit oder ohne Zement eingebracht werden. Bei zementfreien Endoprothesen wird durch eine entsprechende Vorbereitung des Knochenlagers beim Einbringen der Prothese ein Press- oder Formfit erreicht. Diese „Verklemmung“ der Prothese ermöglicht ein sekundäres Einwachsen von spongiösem Knochen.

Bei zementierten Endoprothesen wird Kunststoff (Polyethylmetacrylat) als Verbindung (interface) zwischen der Knochenmatrix und der Prothese verwendet. Nach Implantation kann die Prothese voll belastet werden.

Bei der Hybridtechnik werden die Vorteile beider Implantationstechniken miteinander verbunden.