Gemeinschaftspraxis für Orthopädie und Unfallchirurgie

Sportmedizin

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D-Arzt

Spezielle Unfallchirurgie

Salinstraße 11

D-83022 Rosenheim

Ruptur distale Bizepssehne – Riss der Bizepssehne am Ellenbogen

Der Riss der distalen Bizepssehne am Ellenbogen kommt häufiger vor. Auch Teilanrisse sind möglich. Zur Verletzung kommt es bei starken Beugebewegungen strecknah im Ellenbogen. Im Kraftsport kommt es besonders beim Kreuzheben zur Verletzung.

Anatomie:

Die Bicepssehne setzt an einer Rauhrigkeit an der Ellenbogennahen Speiche (Tuberositas radii) an. Die Sehne wird aus den Sehnen des langen und des kurzen Bizepskopfes gebildet. Die Sehne des langen Kopfes setzt näher am Ellenbogen als die Sehne des kurzen Kopfes an. Der lange Kopf ist zweigelenkig und entspringt vom Oberrand der Schulterpfanne. Der Bizeps beugt im Ellenbogen und dreht die Handfläche nach außen(Supination).

Symptomatik:

Schmerzen in der Ellenbeuge oder nach außen sowie beim Beugen des Unterarmes gegen Widerstand. Optisch kann der Bizepsbauch nach oben rutschen, muss aber nicht! In der Regel kaum Bluterguss.

Diagnostik:

Anamnese (Geräusch und akuter Schmerz), klinischer Befund und Sonographie (Ultraschall). Ein Kernspin ist meist erforderlich. Der Muskelbauch steht oft höher und beim ein und auswärts drehen, bewegt sich der Muskelbauch nicht nach oben und unten.
Lokalisation: Die Sehne reißt eigentlich immer direkt von seinem Ansatz an der Speiche (Tuberositas radii) ab. Muskuläre Risse sind äußerst selten.

Ausprägung:

Die Sehne reißt in der Regel komplett vom Knochen ab. Auch Teilanrisse kommen vor.

Therapie:

Bei kompletten Rissen ist eine operative Therapie erforderlich und diese sollte innerhalb von 2 Wochen nach dem Riss erfolgen! Die Sehne, bzw. der Muskel wird mit Nahtankern wieder an der Tuberositas radii fixiert. Verspätete Rekonstruktionen haben schlechtere Aussichten, da sich der Muskel nur schwer mobilisieren lässt. Unbehandelt kommt es immer zu einem kosmetischen Defizit und zu einem Kraftverlust besonders für die Auswärtsdrehung des Unterarmes (Supination). Teilanrisse werden bei andauernden Beschwerden komplettiert und dann wie ein kompletter Riss refixiert.

Nachbehandlung:

Der Arm wird in einer Schlinge für 6 Wochen immobilisiert. Leichte Drehbewegungen des Unterarmes sind direkt erlaubt. Der Bizeps darf für weitere 6 Wochen nicht belastet werden. Erst ab der 13ten Woche sollte die Belastung gesteigert werden. Im Kraftsport können aber Beine und der andere Arm weiter trainiert werden.

Ergebnisse:

Die Ergebnisse der primären operativen Therapie auch bei den Teilrupturen sind sehr gut. Bei sekundäre Rekonstruktionen kann die volle Kraft kann nicht immer wieder hergestellt werden.