Gemeinschaftspraxis für Orthopädie und Unfallchirurgie

Sportmedizin

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D-Arzt

Spezielle Unfallchirurgie

Salinstraße 11

D-83022 Rosenheim

Trizeps Ruptur – Riss der Trizepssehne

Der Riss der Trizepssehne ist eine sehr seltene Verletzung. Auch Teilanrisse sind möglich. In 50% treten schon vor dem Riss Probleme am Trizepsansatz auf. Zur Verletzung kommt es bei einem Sturz oder beim Kraftsport.

Anatomie:

Die Tricepssehne setzt am Ellenhaken (Olecranon) an. Die Sehne ist zweischichtig. Der obere Sehnenanteil wird durch den langen und den lateralen Kopf gebildet. Der untere Sehnenanteil wird durch den mittleren Kopf gebildet. Der lange Kopf ist zweigelenkig und entspringt vom Unterrand der Schulterpfanne. Der Trizeps streckt im Ellenbogen.

Diagnostik:

Anamnese (Geräusch), klinischer Befund und Sonographie (Ultraschall). Auch ein Knochensplitter im Röntgenbild (Flake Zeichen) oberhalb des Ansatzes der Sehne am Ellenhaken beweist auch einen Riss. Ein Kernspin ist hilfreich.

Symptomatik:

Schmerzen an oder oberhalb des Ellenhakens (Olecranon) und beim Strecken im Ellenbogen. Wenn noch keine Schwellung vorhanden ist zeigt sich eine tastbare Delle oberhalb des Ellenhakens (Olecranon). In der Regel nur leichter Bluterguss.

Lokalisation:

Die Sehne reißt fast immer vom Ellenhaken (Olecranon) ab. Rein muskuläre Risse sind sehr selten. Es kommen aber auch isolierte oder kombinierte Risse der einzelnen Trizepsanteile vor.

Ausprägung:

Die meisten Verletzungen betreffen die gesamte Sehne und viele zeigen leider einen hohen degenerativen Anteil. Auch Teilanrisse und Risse der einzelnen Trizepsanteile kommen vor.

Therapie:

Bei kompletten Rissen ist eine operative Therapie erforderlich und diese sollte innerhalb von 2 Wochen nach dem Riss erfolgen! Die Sehne, bzw. der Muskel wird mit Nahtankern wieder am Ellenhaken (Olecranon) fixiert. Verspätete Rekonstruktionen haben schlechte Aussichten, da sich der Muskel so schlecht mobilisieren lässt. Unbehandelt immer zu einem kosmetischen Defizit und zu einem erblichen Kraftverlust.

Nachbehandlung:

Die Nachbehandlung nach einer operativen Therapie ist sehr streng. Es erfolgt eine Immobilisation in einer Schiene in 20° Beugung für 6 Wochen. Für weitere 6 Wochen darf der Arm nur leicht belastet werden. Erst ab der 13ten Woche sollte die Belastung gesteigert werden. Im Kraftsport können aber Beine und der andere Arm weiter trainiert werden.

Ergebnisse:

Die Ergebnisse der primären operativen Therapie sind sehr gut. Bei stark degenerierten Sehnen sind die Ergebnisse schlechter. Die volle Kraft kann nicht immer wieder hergestellt werden.